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Transsexuelle Weiblichkeit als Dreckshomo und Queerikone

Anbieter*in
Termin 19.04.2018
19:00
Veranstaltungsort
Bernhard-Göring-Str. 152
02477 Leipzig


Referentin: Daria Majewski, Moderatorin: Constanze Stutz

Transsexuelle Weiblichkeiten unterliegen verschiedenen Projektionen in
progressiven Kontexten. So sollen sie stellvertretend die
Dekonstruierbarkeit von Geschlecht beweisen, als Opfergruppe, und damit als
Heilige, Politiken rechtfertigen und die Möglichkeit Geschlecht und
Sexualität zu Veruneindeutigen praktisch vorleben. Gleichzeitig sind an
“Trans*” orientierte Politiken innerlich zerstritten und verweisen auf
die Heterogenität von trans* Menschen. Ein Blick in die Alltagserfahrungen
transsexueller Frauen zeigt andererseits, dass eine transsexuelle
Identitätspolitik immernoch notwendig ist: Arbeitslosigkeit,
sexualisierte/ physische/ psychische Gewalt, schlechte medizinische
Versorgung und das erst kürzlich durch das Bundesverfassungsgericht erneut
bestätigte Gutachterverfahren nach dem aktuellen Transsexuellengesetz,
sind Symptome einer transfeindlich strukturieren Gesellschaft. Der Vortrag
kritisert aktuelle (Nicht)Vorstellungen von transsexueller Weiblichkeit in
emanzipatorischen Kontexten und stellt sich die Frage, ob es eine
gelingende transgeschlechtliche Identitätspolitik geben kann.

Der Vortrag basiert auf dem Artikel “Dreckshomo und Queerikone –
Transsein zwischen Selbsthass und Emanzipation”, der 2016 in dem
Sammelband “Selbsthass und Emanzipation” erschienen ist.

Einlass: 18.30 Uhr
Veranstaltungsbeginn: 19 Uhr
Eintritt: Spendenempfehlung 2-10 Euro
 
Wir freuen uns schon. Kommt vorbei!
 
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Feministische Bibliothek MONAliesA
im Lotta e.V.
Bernhard-Göring-Straße 152
04277 Leipzig

Tel.: 0341 94 67 21 29

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Format: Vortrag